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Ratgeber

Welches Wasser für die Siebträgermaschine?

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Ein Espresso besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Trotzdem wird die Wasserfrage oft erst gestellt, wenn die Maschine verkalkt ist. Diese Seite erklärt, warum Wasserhärte für Siebträger wichtig ist, wie Sie sie bestimmen, wann Filterkartuschen oder Tischfilter sinnvoll sind und was bei Tafelwasser zu beachten ist. Sie richtet sich an alle, die ihre Maschine schonen und gleichzeitig guten Geschmack wollen.

Warum Wasser so wichtig ist

Wasser beeinflusst zwei Dinge: die Lebensdauer der Maschine und den Geschmack. Kalzium und Magnesium, die Hauptbestandteile der Wasserhärte, lagern sich beim Erhitzen als Kalk ab. Das passiert im Kessel, im Thermoblock, in Leitungen, Ventilen und am Duschsieb. Kalk verengt Wege, setzt Ventile zu und kann Heizelemente schädigen.

Gleichzeitig helfen Mineralien dabei, Aromen aus dem Kaffee zu lösen. Sehr weiches oder destilliertes Wasser lässt den Espresso oft flach oder säuerlich wirken. Das Ziel ist deshalb ein Mittelweg: so wenig Kalk wie nötig, so viele Mineralien wie für den Geschmack sinnvoll.

Wasserhärte bestimmen

In Deutschland wird die Wasserhärte meist in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben. Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz gelten drei Härtebereiche. Ihr Wasserversorger veröffentlicht die Härte für Ihr Versorgungsgebiet, oft auf seiner Website. Alternativ messen Sie mit Teststreifen, die vielen Maschinen beiliegen.

Hinweis:Viele Hersteller lassen Sie die gemessene Härte in der Maschine einstellen, damit die Entkalkungsanzeige richtig rechnet. Die Einstellung ist in der Bedienungsanleitung beschrieben.

Filterkartuschen im Tank

Viele Siebträgermaschinen, darunter zahlreiche Modelle von Sage und De'Longhi, bieten einen Filterhalter im Wassertank. Die Kartusche enthält meist Ionenaustauscher und Aktivkohle. Sie reduziert die Karbonathärte und entfernt Geschmacksstoffe wie Chlor. Wichtig ist, die Kartusche nach den Vorgaben des Herstellers zu wechseln. Eine erschöpfte Kartusche schützt nicht mehr und kann bei langer Nutzung die Hygiene beeinträchtigen.

Beachten Sie: Ein Filter ersetzt das Entkalken bei vielen Maschinen nicht, verlängert aber die Abstände. Wie Sie entkalken, steht in Siebträger entkalken und für Sage-Modelle in Sage Barista Express entkalken.

  • Kartusche vor dem ersten Einsatz nach Anleitung wässern
  • Wechselintervall notieren, viele Halter haben eine Datumsanzeige
  • Härte am Filter einstellen, wenn das Modell es erlaubt
  • Bei Urlaub oder langer Pause die Kartusche danach tauschen oder spülen

Tischwasserfilter und Tafelwasser

Tischwasserfilter, also Kannen mit Filterkartusche, senken ebenfalls die Karbonathärte. Sie eignen sich für Maschinen ohne eigenen Filterhalter. Auch hier ist der regelmäßige Wechsel der Kartusche entscheidend.

Wer Tafel- oder Mineralwasser verwendet, sollte auf einen niedrigen Gehalt an Kalzium und Magnesium achten und stilles Wasser wählen. Kohlensäurehaltiges Wasser ist ungeeignet. Stark mineralisierte Heilwässer verkalken die Maschine schneller als manches Leitungswasser. Das Etikett nennt die Mineralstoffe pro Liter.

Destilliertes Wasser: lieber nicht

Destilliertes oder vollständig entmineralisiertes Wasser verursacht keinen Kalk, hat aber Nachteile. Der Espresso schmeckt oft leer, weil Mineralien bei der Extraktion fehlen. Außerdem nutzen manche Maschinen Füllstandssensoren, die auf die Leitfähigkeit des Wassers angewiesen sind und mit mineralfreiem Wasser nicht zuverlässig arbeiten. Viele Hersteller raten deshalb davon ab. Prüfen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Geräts.

Hinweis:Verwenden Sie zum Entkalken nur Mittel, die der Hersteller freigibt. Manche Kessel und Dichtungen vertragen bestimmte Säuren nicht. Lassen Sie die Maschine vor Arbeiten am Gerät abkühlen und ziehen Sie den Netzstecker.

Wasser und Geschmack

Hartes Wasser mit viel Hydrogenkarbonat puffert Säuren und lässt den Espresso dumpfer wirken. Sehr weiches Wasser betont die Säure. Schmeckt Ihr Espresso trotz richtiger Einstellung säuerlich oder flach, kann das Wasser eine Rolle spielen. Mehr zur Geschmackskorrektur steht in Espresso schmeckt sauer oder bitter.

Beim Kauf einer neuen Maschine lohnt ein Blick auf Filtermöglichkeit und Entkalkungsprogramm. Modelle mit Tankfilter finden Sie unter anderem in Sage Siebträger im Vergleich und De'Longhi Siebträger im Vergleich.

Sage Siebträger vergleichen →

Schritt für Schritt zum passenden Wasser

Stehendes Wasser im Tank sollten Sie regelmäßig austauschen und den Tank gelegentlich ausspülen. Das verhindert Ablagerungen und Geschmacksveränderungen, gerade bei Maschinen, die nicht täglich genutzt werden.

  1. 1

    Wasserhärte beim Versorger nachlesen oder mit Teststreifen messen.

  2. 2

    Gemessene Härte in der Maschine einstellen, sofern möglich.

  3. 3

    Bei mittlerem oder hartem Wasser Tankfilter oder Tischfilter nutzen.

  4. 4

    Wechselintervall der Kartusche notieren und einhalten.

  5. 5

    Tankwasser täglich erneuern, statt es tagelang stehen zu lassen.

  6. 6

    Nach Entkalkungsanzeige oder Herstellerangabe entkalken.

Häufige Fragen

Kann ich normales Leitungswasser verwenden? Bei weichem Wasser meist ja. Bei mittlerem und hartem Wasser ist ein Filter sinnvoll, um Kalk zu reduzieren. Die Härte erfahren Sie bei Ihrem Wasserversorger.

Wie oft muss ich die Filterkartusche wechseln? Das hängt von Wasserhärte und Verbrauch ab. Der Hersteller nennt ein Intervall, oft in Monaten oder Litern.

Hilft ein Filter auch gegen Chlorgeschmack? Kartuschen mit Aktivkohle können Geschmacksstoffe wie Chlor reduzieren. Das steht in der Produktbeschreibung der Kartusche.

Muss ich mit Filter noch entkalken? In der Regel ja, aber seltener. Folgen Sie der Entkalkungsanzeige oder den Angaben in der Bedienungsanleitung.

Was Sie dafür brauchen